Terrassendach-Check starten
UK
Цей юридичний текст має силу лише німецькою мовою. Перекладу немає.

ÜberdachungPreis24

Schneelast und Windlast beim Terrassendach

Die Schneelast bestimmt, welche Eindeckung und welcher Aufbau zulässig sind. Hier steht, wie sie sich zusammensetzt, wo Sie Ihre Zone finden und warum die Geländehöhe zählt.

Was die Schneelast bedeutet

Die Schneelast auf dem Dach folgt aus DIN EN 1991-1-3 mit dem deutschen Nationalen Anhang (DIN EN 1991-1-3/NA:2019-04)[1][2]. Die Dachschneelast ist s = μ1 · sk; in Deutschland sind die Beiwerte Ce und Ct jeweils 1,0[1]. sk ist der charakteristische Wert am Boden und hängt von Zone und Geländehöhe ab.

Der Formbeiwert μ1 beträgt 0,8 bei 0° bis 30° Dachneigung und nimmt danach linear bis 0 bei 60° ab. Mit Abrutschhindernis (Schneefang, Rinne, Attika) gilt 0,8 unabhängig von der Neigung[1]. Terrassendächer sind meist nur wenige Grad geneigt; μ1 = 0,8 ist dafür der übliche Ansatz (Eigene Berechnung aus der Normangabe).

Mindestwerte je Schneelastzone

In den Zonen 1, 2 und 3 gelten im Tiefland Mindestwerte für sk; darüber steigt sk mit der Geländehöhe. Die Unterzonen 1a und 2a liegen laut Forum Verlag 25 % über der zugehörigen Hauptzone[1]. Die Spalte rechts ist eigene Rechnung mit μ1 = 0,8; zur Umrechnung gilt 1 kN/m² ≈ 102 kg/m² (Eigene Berechnung, Erdbeschleunigung 9,81 m/s²).

ZoneMindestwert skDachschneelast s = 0,8 · sk (Eigene Berechnung)
Zone 10,65 kN/m²[1]0,52 kN/m², etwa 53 kg/m²
Zone 20,85 kN/m²[2]0,68 kN/m², etwa 69 kg/m²
Zone 31,10 kN/m²[1]0,88 kN/m², etwa 90 kg/m²
Zone 2 bei 500 m Höhe1,60 kN/m² (Formel unten)[2]1,28 kN/m², etwa 131 kg/m²

Die Geländehöhe zählt

Für Zone 2 lautet die Formel nach dem Nationalen Anhang NA:2019-04: sk = 0,25 + 1,91 · ((A + 140) / 760)², mit A als Geländehöhe in Metern über NN[2]. Der Mindestwert 0,85 kN/m² gilt, bis die Formel ihn überschreitet; das ist rechnerisch ab etwa 285 m der Fall (Eigene Berechnung). Bei 500 m ergibt die Formel 1,60 kN/m² (Eigene Berechnung) und damit fast das Doppelte des Tieflandwerts. Die Zone allein reicht also nicht. Die Formeln der anderen Zonen nennen wir hier nicht, weil wir sie nicht an der Normfassung geprüft haben.

Windzonen

WindzoneBasis-Windgeschwindigkeit vb,0Basisgeschwindigkeitsdruck qb,0
122,5 m/s0,32 kN/m²
225,0 m/s0,39 kN/m²
327,5 m/s0,47 kN/m²
430,0 m/s0,56 kN/m²

Quelle: Dlubal Knowledge Base 001554 (DIN EN 1991-1-4/NA)[3]. Zusätzlich spielt die Geländekategorie eine Rolle; Details nennen wir hier nicht.

Ihre Zone ermitteln

  • Schneelastzonen nach Landkreis und Gemeinde: DIBt-Tabelle (Excel, Stand 07.02.2023)[4].
  • Windzonen nach Landkreis und Gemeinde: DIBt-Tabelle (Excel, Stand 02.06.2022)[5].
  • Das DIBt weist darauf hin, dass die Zuordnungsdaten der Länder bei der Bemessung von Tragwerken für Wind und Schnee anzuwenden sind[6]. Eine interaktive Karte bietet die DIBt-Seite nicht, nur die Excel-Downloads.
  • Eine Online-Karte mit Ermittlung von sk bietet das Geo-Zonen-Tool von Dlubal; für die Detailberechnung verlangt es einen Login[7].
  • Die Geländehöhe entnehmen Sie dem Geoportal Ihres Bundeslandes oder einer topografischen Karte. Konkrete Werkzeuge haben wir nicht geprüft.

Warum die Eindeckung zur Zone passen muss

Die Eindeckung und der Aufbau müssen die Schneelast am Standort tragen. Beispiele aus den Quellen:

  • Polycarbonat-Stegplatte 16 mm: Belastbarkeit laut Scobalit-Datenblatt maximal 75 kg/m²[8].
  • VSG-Glas: aroundhome nennt 8 mm als Standard und 12 mm oder mehr bei hoher Schneelast[9].
  • Lamellendach: aroundhome nennt typisch 100 bis 350 kg/m²[10]; Renson gibt für das Modell Camargue 200 kg/m² an[11].

Zum Vergleich (Eigene Berechnung): 75 kg/m² entsprechen etwa 0,74 kN/m². Die Dachschneelast liegt in Zone 2 im Tiefland mit 0,68 kN/m² darunter, in Zone 3 im Tiefland mit 0,88 kN/m² und in Zone 2 bei 500 m mit 1,28 kN/m² darüber. Der Datenblattwert allein entscheidet das nicht; Stützabstand und Gesamtaufbau gehören zur Statik des Herstellers.

Dieser Text ersetzt keine Statik. Lassen Sie sich vom Hersteller oder Fachbetrieb bestätigen, dass der gewählte Aufbau für Ihre Schneelastzone, Geländehöhe und Windzone ausgelegt ist.

Die Eindeckungen im Detail: Glas oder Polycarbonat und Lamellendach.

Häufige Fragen

Welche Schneelastzone habe ich?

Die amtliche Zuordnung nach Landkreis und Gemeinde veröffentlicht das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) als Excel-Tabelle (Stand 07.02.2023). Die Windzonen liegen als eigene Tabelle vor (Stand 02.06.2022). Beide finden Sie mit Link auf dieser Seite. Zusätzlich brauchen Sie die Geländehöhe Ihres Grundstücks.[4][5][6]

Wie berechnet sich die Dachschneelast?

Nach DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang gilt s = μ1 · sk, weil in Deutschland die Beiwerte Ce und Ct gleich 1,0 sind. sk ist der charakteristische Wert der Schneelast am Boden, μ1 der Formbeiwert. Er beträgt 0,8 bei 0° bis 30° Dachneigung, laut Forum Verlag (Stand 26.01.2026).[1]

Welche Rolle spielt die Schneelast bei der Gefälleberechnung?

Der Formbeiwert μ1 beträgt laut Forum Verlag bei 0° bis 30° Dachneigung 0,8, bei einem Abrutschhindernis wie Schneefang oder Rinne unabhängig von der Neigung. Bei den typisch flachen Neigungen eines Terrassendachs ändert eine etwas steilere Neigung die Schneelast also nicht. Das ist eine Schlussfolgerung aus der Norm, keine Statik.[1]

Reicht die Zone, um die Schneelast zu bestimmen?

Nein, auch die Geländehöhe zählt. Für Zone 2 gilt sk = 0,25 + 1,91 · ((A + 140) / 760)² mit A als Geländehöhe in Metern über NN, mindestens aber 0,85 kN/m². Bei 500 m ergibt das 1,60 kN/m² statt 0,85 kN/m² im Tiefland (eigene Berechnung nach der Formel von Dlubal).[2]

Welche Windzonen gibt es?

Die Norm kennt vier Windzonen mit Basis-Windgeschwindigkeiten von 22,5 m/s (Zone 1), 25,0 m/s (Zone 2), 27,5 m/s (Zone 3) und 30,0 m/s (Zone 4), laut Dlubal Knowledge Base 001554. Welche Zone für Ihre Gemeinde gilt, steht in der DIBt-Tabelle. Zusätzlich spielt die Geländekategorie eine Rolle.[3][5]

Weiterlesen

Kostenlosen Terrassendach-Check starten

Quellen

Abruf aller Quellen am 02.10.2026. „Stand“ bezeichnet das Datum der Quelle selbst, soweit angegeben.

  1. Forum Verlag: Schneelast berechnen (Stand 26.01.2026), https://forum-verlag.com/fachwissen/bau-und-gebaeudemanagement/schneelast-berechnen/, abgerufen am 02.10.2026
  2. Dlubal Knowledge Base 001611: Schneelast, Beispiel Zone 2 (geändert 10.10.2024), https://www.dlubal.com/de/support-und-schulungen/support/knowledge-base/001611, abgerufen am 02.10.2026
  3. Dlubal Knowledge Base 001554: Windzonen (geändert 09.03.2024), https://www.dlubal.com/de/support-und-schulungen/support/knowledge-base/001554, abgerufen am 02.10.2026
  4. DIBt: Zuordnung der Schneelastzonen nach Verwaltungsgrenzen (xlsx) (Stand 07.02.2023), https://www.dibt.de/fileadmin/dibt-website/Dokumente/Referat/P5/Technische_Bestimmungen/Schneelastzonen_nach_Verwaltungsgrenzen.xlsx, abgerufen am 02.10.2026
  5. DIBt: Zuordnung der Windzonen nach Verwaltungsgrenzen (xlsx) (Stand 02.06.2022), https://www.dibt.de/fileadmin/dibt-website/Dokumente/Referat/P5/Technische_Bestimmungen/Windzonen_nach_Verwaltungsgrenzen.xlsx, abgerufen am 02.10.2026
  6. DIBt: Meldung zur Zuordnung der Wind- und Schneelastzonen (Meldung vom 11.08.2020, aktualisiert), https://www.dibt.de/de/aktuelles/meldungen/nachricht-detail/meldung/aktualisiert-zuordnung-der-windlast-und-schneelastzonen-nach-verwaltungsgrenzen, abgerufen am 02.10.2026
  7. Dlubal Geo-Zonen-Tool Schnee (DIN EN 1991-1-3), https://www.dlubal.com/de/schnee-wind-erdbeben-lastzonen/schnee-din-en-1991-1-3.html, abgerufen am 02.10.2026
  8. Scobalit PC-Stegplatte 16 mm, Produktdatenblatt SPP16K98450 (dwz-shop.de), https://www.dwz-shop.de/produktdatenblatt/Produktdatenblatt_SPP16K98450.pdf, abgerufen am 02.10.2026
  9. aroundhome: Glas für die Terrassenüberdachung (Stand 14.01.2025), https://www.aroundhome.de/terrassenueberdachung/material/glas/, abgerufen am 02.10.2026
  10. aroundhome: Lamellendach, https://www.aroundhome.de/terrassenueberdachung/lamellen/, abgerufen am 02.10.2026
  11. Renson: Pergola Camargue, https://renson.net/gd-gb/products/pergolas/camargue, abgerufen am 02.10.2026